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Themen zur Tierernährung Fachtagung 2016/2017 Anforderungen an Haltungssysteme für Schweine unter Berücksichtigung aktueller Diskussion und Entwicklungen Christian Meyer Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp Einleitung Ein Rückblick auf die Jahre 2013/2014 zeigt, dass die Schweinehalter in dieser Zeit besonders gute Zahlen verbuchen konnten! Doch nicht nur in Deutschland konnten Erfolgsstrecken zurückgelegt werden, sondern auch in Europa sowie auf der gesamten Welt. Das Jahr 2015 kann infolgedessen als „Sättigungsjahr“ bezeichnet werden, in welchem die Vorteile der Erfolgsspur genutzt wurden. Ab dem Herbst 2014 kam ein langes Preistief, welches sich erst zum Frühjahr 2016 ein wenig erholte. Die Schweinehalter müssen jetzt erst einmal Geld verdienen, um die entstandenen Löcher zu stopfen. Gleichzeitig ist für die Schweinehalter das Vermarktungsprogramm „Initiative Tierwohl“ entstanden. Es sind fast 100 % mehr Anmeldungen von Landwirten eingegangen, als Aufnahmeplätze zur Verfügung standen. Das bedeutet, dass sich die Schweinehalter den gewünschten Marktansprüchen stellen und den Markt gerne bedienen, aber auch für den Mehraufwand entlohnt werden wollen. Eingliederungs- Zuchtläuferstall Da die Gesundheit der Tiere im Vordergrund steht, wird der Vermehrungsbetrieb noch intensiver untersucht. Die gewonnenen Daten werden für Folgebetriebe zur Verfügung gestellt. Die Betriebe können dann Rücksprache mit den Tierärzten halten und sich auf das Impfschema oder sogar auf Krankheitserreger einstellen. Es wird erst dann eingestallt, wenn alle Fragen abgeklärt sind. Besonders bedeutsam ist die innerbetriebliche Hygiene, auf welche im Besonderen geachtet werden muss. Es ist wichtig, dass die Stalleinrichtung zu den jungen Zuchttieren passt, damit der Übergang in die nächste Stallphase problemlos erfolgen kann. Das Ziel ist es, die gute fachliche Praxis und die Produktsicherheit von der Einstallung der Zuchttiere bis zur Vermarktung der Mastschweine zu gewähren. Deckzentrum Wie soll die zukünftige Haltungsform der Sauen im Deckzentrum gestaltet sein? Diese Frage wirft größte Verunsicherungen auf. Der Hintergrund für diese große Verunsicherung ist das sogenannte "Magdeburger Urteil", welches das Bundesverwaltungsgericht 2016 bestätigt hat. Darin heißt es, dass es jedem Schwein, entsprechend seiner Größe, möglich sein muss, im Haltungssystem jederzeit ungehindert in Seitenlage mit ausgestreckten Gliedmaßen zu ruhen. Das bedeutet nicht, dass die Bucht mit einem lichten Maß von 65 cm für Jungsauen und 70 cm für Altsauen verboten ist. Es geht hier um die Liegeposition der Sauen mit ausgestreckten Beinen. Verschiedenste Haltungsvarianten könnten dann im Deckzentrum Einzug halten: 1. Klassische Kastenstände werden in einem Abstand von 20 bis 30 cm zueinander aufgebaut. Die Sauen können dann in der Liegeposition „Seitenlage“ die Gliedmaßen ausstrecken, der Zwischenraum wird von zwei Sauen genutzt. © COPYRIGHT DEUTSCHE VILOMIX TIERERNÄHRUNG GMBH www.vilomix.de Telefon: 0 54 93 / 98 7 00 Telefax: 0 54 93 / 98 7 90 SEITE 1 VON 8 E-Mail: info@vilomix.de