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Themen zur Tierernährung Fachtagung 2016/2017 Möglichkeiten einer verbesserten Stickstoffeffizienz durch den Einsatz von VILOFOSS® ProtiSpar® in Milchviehrationen Dr. Detlef Kampf, Lehr und Versuchszentrum Futterkamp, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein Die Nährstoffeffizienz in der Milchviehfütterung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Bezüglich der Verwertung des Stickstoffs bzw. des Proteins existieren zahlreiche wissenschaftliche Hinweise, dass diese mit gezielten Fütterungsmaßnahmen gesteigert werden kann und somit eine effektivere Ausnutzung der Ration möglich wird. Dies hätte zusätzlich einen positiven Einfluss auf die Kosten der Futterration und würde auch zu einer reduzierten Stickstoffausscheidung in die Umwelt führen. In der Diskussion um die moderne Milchviehfütterung wird aber oft vergessen, welche außerordentlich wichtige Bedeutung Wiederkäuer überhaupt besitzen. So werden durch diese für den Menschen unverdauliche Pflanzenfasern, Nebenprodukte der Landwirtschaft, der Lebensmittel- und Bioenergieproduktion erst nutzbar gemacht, wodurch nur eine geringe Nahrungskonkurrenz zum Menschen besteht. Des Weiteren entstehen während der mikrobiellen Synthese im Pansen eine Reihe von B-Vitaminen und mikrobielles Eiweiß, welche in wertvolle tierische Lebensmittel umgewandelt werden (Flachowsky und Meyer 2013). Wege zur Erhöhung der Protein- / Stickstoffeffizienz Die optimale Ausnutzung des Proteins spielt eine enorm wichtige Rolle hinsichtlich der Gesunderhaltung und einer nachhaltigen Milchviehfütterung. Die Fütterungsberatung hat hier in den zurückliegenden Jahren bereits große Fortschritte mit der Umsetzung moderner Fütterungsempfehlungen gemacht und die Rohproteingehalte in den Futterrationen zum Teil erheblich abgesenkt. Positive Ergebnisse dieses Handelns waren einerseits deutliche Einsparungen bei den Futterkosten, andererseits infolge der geringeren Stoffwechselbelastung (weniger überschüssiges Ammonium – Zellgift! – muss über die Leber entgiftet werden) gesündere Tiere, die eher in der Lage sind ihr hohes Leistungspotential auszuschöpfen. Hier kommt es zukünftig noch stärker darauf an, die eingesetzten Ressourcen im Vorfeld möglichst genau einzuschätzen, um damit eine exakte Rationsberechnung durchführen zu können. Beim Ausbau des Umfangs der Futteranalysen steckt vor allem in Grassilagen großes Potential, was die regelmäßigen Auswertungen der Grassilagequalitäten belegen. Dieses Potential sollte gerade vor dem Hintergrund der Gesunderhaltung unserer Milchkühe unbedingt ausgeschöpft werden. Zudem muss im Hinterkopf behalten werden, dass die aktuelle Grobfuttersituation die allgemeinen Erwartungen hinsichtlich der Gehalte an Rohprotein nicht erfüllt und somit der Zukauf von Eiweißfuttermitteln im höheren Ausmaß notwendig sein wird. Im Rahmen der nachhaltigen Milchviehhaltung sollte mittelfristig auch ernsthaft über den Anbau von einheimischen Proteinquellen wie beispielsweise Körnerleguminosen oder Leguminosengemengesilagen nachgedacht werden. Eine weitere Möglichkeit der Steigerung der Stickstoffeffizienz ist langfristig in der Umsetzung der Rationsberechnung auf Basis der (im Dünndarm) verdaulichen Nährstoffe zu sehen. Dieses System wird bereits seit längerem beim monogastrischen Tier angewandt und kann © COPYRIGHT DEUTSCHE VILOMIX TIERERNÄHRUNG GMBH www.vilomix.de Telefon: 0 54 93 / 98 7 00 Telefax: 0 54 93 / 98 7 90 SEITE 1 VON 11 E-Mail: info@vilomix.de

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